{"id":2769,"date":"2026-04-02T16:20:22","date_gmt":"2026-04-02T15:20:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/?p=2769"},"modified":"2026-04-02T16:31:56","modified_gmt":"2026-04-02T15:31:56","slug":"ostern-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/?p=2769","title":{"rendered":"Ostern 2026"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ein merkw\u00fcrdiges Foto zu Ostern, oder? Aber: Lustige Osterhasen, bunte Ostereier, klassische Osterl\u00e4mmer oder strahlend gelbe Osterglocken sieht man derzeit schon in H\u00fclle und F\u00fclle, in der Dienststelle und zu Hause. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und doch passt dieses Foto, finde ich. Vielleicht auch nicht auf den ersten Blick. Ich habe es Ende Februar in der Eingangshalle zum Hauptgeb\u00e4ude des Uwe-Seeler-Fu\u00dfballparks in Malente (traditionsreiche Sportschule des Schleswig-Holsteinischen Fu\u00dfballverbands) aufgenommen. Dort bin ich auf einer Konferenz von Polizeiseelsorgerinnen und Polizeiseelsorgern gewesen. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ja, richtig, das war der Ort, an dem Meister gemacht wurden: Die Fu\u00dfball-Nationalmannschaft hat sich hier 1974 und 1990 im Trainingslager akribisch auf die Weltmeisterschaft vorbereitet. Und sie konnte beide Male den glorreichen Titel holen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben zwar kein Fu\u00dfball gespielt. Dazu waren die meisten von uns leider nicht sportlich genug \u2026 Aber wir haben ganz im Sinne des viel zitierten \u201eGeistes von Malente\u201c gute Gemeinschaft gepflegt und gemeinsam an aktuellen Themen gearbeitet. Zu \u201eF\u00fchren und Leiten\u201c besuchte uns sogar ein DFB-Erstliga-Schiedsrichter und gew\u00e4hrte uns seltene Einblicke in eine sehr fordernde Aufgabe, \u00e4hnlich wie in der Polizei.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber zur\u00fcck zum Foto: Viele in der Polizei m\u00f6gen Fu\u00dfball und spielen es gerne. Da wird das \u201eR\u00e4tsel\u201c sicher einfach zu l\u00f6sen sein, was das Bild darstellt: Einen Ausschnitt aus einem Kunstrasen-Fu\u00dfballfeld, hier eben in der Sportschule Malente. Zu sehen ist die Stelle, wo sich auf dem Spielfeld Mittelkreis und Mittellinie kreuzen. Soweit so n\u00fcchtern sportlich betrachtet. <br>Sieht man mit religi\u00f6sen Augen auf das Ganze, blickt man allerdings auch auf ein wei\u00dfes Kreuz auf gr\u00fcnem Untergrund oder Hintergrund. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr (uns) ChristInnen ist das Kreuz das zentrale Symbol und \u201eMarkenzeichen\u201c. Es steht f\u00fcr Jesus, die g\u00f6ttliche Schl\u00fcsselfigur, und das, was ChristInnen mit ihm verbinden. Jesus galt f\u00fcr die vor \u00fcber 2000 Jahren Herrschenden als religi\u00f6ser und politischer Aufr\u00fchrer. Deshalb hat man ihn gekreuzigt. <\/p>\n\n\n\n<p>An Karfreitag erinnern wir uns an Jesu gewaltsamen schrecklichen Tod. Aber auch daran, dass er damit zeigt, wie nah uns Menschen Gott kommt. Dass er mitten unter uns ist und mit uns mitleidet. In dieser leider h\u00e4ufig so grausamen und schmerzhaften Welt. <\/p>\n\n\n\n<p>Hinter und neben dem Kreuz ist aber auch gr\u00fcn. Diese Farbe steht f\u00fcr Leben. Erst recht, wenn wir damit einen echten nachwachsenden satten (Fu\u00dfball-)Rasen verbinden. Und nicht nur einen Kunstfaser-Rasen wie auf dem Foto. <br>Also: Leidvolles und Tod passieren mitten in dieser Welt, mitten im Leben, zwischen allem Lebendigen nebendran und im Hintergrund. Neben und hinter dem Kreuz ist Leben. Gott ist an unserer Seite im Leiden. Und: An Ostern feiern wir, dass Jesus bald nach seinem Tod auf besondere Weise wieder lebendig war, auferstanden ist, wie man in christlichen Kreisen sagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine FreundInnen waren sich dessen sicher. Sie haben sich an das erinnert, was Jesus ihnen noch gesagt hat bevor er gestorben ist: \u201eIch lebe und ihr sollt auch leben\u201c (Johannesevangelium 14,19). F\u00fcr uns ist das alles bis heute ein Zeichen, dass wir dessen gewiss sein sollen, dass der Tod nicht das Ende aller (Fu\u00dfball-)Fahnenstangen ist. Dass das Leben \u2013 wie auch immer \u2013 bleibt. Neben und hinter dem Schrecklichen und dem Leiden ist Leben in Sicht. Hier auf Erden und dr\u00fcben auf der anderen Seite des Lebens. Das kann man freilich nicht immer sehen. Aber hier auf dem Foto sticht es (mir) geradewegs ins Auge.<\/p>\n\n\n\n<p>Fu\u00dfball ist die sch\u00f6nste Nebensache der Welt und des Lebens, sagt man. Wer Fu\u00dfball aktiv betreibt, f\u00fchlt sich lebendig, gesund, voller Kraft und Ausdauer, erlebt Gemeinschaft und merkt wie spielerisch und leicht das Leben sein kann. Bei allem Verletzungspech, das manche und manchen dabei aber auch leid- und schmerzvoll plagen kann. Und doch \u00fcberwiegt die Lebensfreude. Das war schon so bei den Menschenmassen in Stra\u00dfen und auf Pl\u00e4tzen, die nach 1954 auch 1974 und 1990 die Weltmeisterschaft der deutschen Fu\u00dfball-Mannschaft gefeiert haben. Und das sp\u00fcren regelm\u00e4\u00dfig die Fans, die am Wochenende am Spielfeldrand mitfiebern oder ins gro\u00dfe Stadion ziehen, um ihre Mannschaft anzufeuern. <\/p>\n\n\n\n<p>Leider geht es auf und neben dem Spielfeld nicht immer friedlich, gewalt- und schmerzfrei zu. Davon k\u00f6nnen auch Polizistinnen und Polizisten zur Gen\u00fcge ein (\u201eFan\u201c)Lied singen. <\/p>\n\n\n\n<p>Polizistinnen und Polizisten erleben h\u00e4ufig Schreckliches und Leidvolles bei ihren Eins\u00e4tzen und Ermittlungen mitten im Alltag, mitten im Leben. Das pr\u00e4gt sich vordergr\u00fcndig ein. Und doch ist im drumherum und im Hintergrund auch mit blauer Uniform viel Gr\u00fcn zu sehen. Dort wo sie positiv das pralle Leben mitbekommen: Wenn Gefahr gebannt oder Straftaten aufgekl\u00e4rt werden k\u00f6nnen, wenn eine eskalierende Situation mit Worten befriedet werden kann, wenn Menschen geholfen oder f\u00fcr Recht und Ordnung gesorgt werden kann. Und immer wieder gibt es sch\u00f6ne, manchmal auch lustige oder r\u00fchrende Begegnungen mit \u201edem B\u00fcrger\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p>St\u00e4rken f\u00fcr ihren anspruchsvollen und herausfordernden Dienst mitten im Leben k\u00f6nnen sich Polizistinnen und Polizisten mit allem, wo Lebensfreude sp\u00fcrbar ist. Ob in der Familie, mit FreundInnen, Musik, einem entspannenden Hobby \u2026 und vielleicht auch mit Fu\u00dfballspielen oder Fu\u00dfballgucken. Matthias und ich w\u00fcnschen Euch und Euren Familien von Herzen ein frohes Osterfest und m\u00f6glichst viel Lebensfreude an den Feiertagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Herzliche Ostergr\u00fc\u00dfe,<br>Norman Roth und Matthias Orth<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein merkw\u00fcrdiges Foto zu Ostern, oder? Aber: Lustige Osterhasen, bunte Ostereier, klassische Osterl\u00e4mmer oder strahlend gelbe Osterglocken sieht man derzeit schon in H\u00fclle und F\u00fclle, in der Dienststelle und zu Hause. <\/p>\n<p>Und doch passt dieses Foto, finde ich. Vielleicht auch nicht auf den ersten Blick. Ich habe es Ende Februar in der Eingangshalle zum Hauptgeb\u00e4ude des Uwe-Seeler-Fu\u00dfballparks in Malente (traditionsreiche Sportschule des Schleswig-Holsteinischen Fu\u00dfballverbands) aufgenommen. 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