{"id":277,"date":"2015-10-05T23:02:08","date_gmt":"2015-10-05T22:02:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.polizeiseelsorge-speyer.de\/?p=277"},"modified":"2015-12-07T22:30:31","modified_gmt":"2015-12-07T21:30:31","slug":"polizeiwallfahrt-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/?p=277","title":{"rendered":"Polizeiwallfahrt"},"content":{"rendered":"<h3>Polizeibedienstete, ihre Familien, Freunde und Interessierte pilgern nach Landau<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.polizeiseelsorge-speyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/OekumGoDi3-800x.jpg\" rel=\"lightbox[277]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-339 size-full\" src=\"http:\/\/www.polizeiseelsorge-speyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/OekumGoDi3-800x.jpg\" alt=\"Polizeiwallfahrt nach Landau\/Pfalz 2015\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/OekumGoDi3-800x.jpg 800w, https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/OekumGoDi3-800x-150x113.jpg 150w, https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/OekumGoDi3-800x-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Der Gemeinsame Beirat der Polizeiseelsorge im Bistum Speyer und in der evangelischen Kirche der Pfalz (protestantische Landeskirche) hat Ende September zur Wallfahrt nach Landau eingeladen. Etwa 130 Polizeibedienstete, ihre Familien, Freunde und Interessierte haben am Pilgermarsch auf dem Gel\u00e4nde der Landesgartenschau teilgenommen. Der \u00f6kumenische Gottesdienst, musikalisch begleitet vom Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz, stand unter der \u00dcberschrift \u201eGerechtigkeit bringt Frieden hervor\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>Aus allen Teilen des Landes Rheinland-Pfalz hatten sich Polizistinnen und Polizisten, Pension\u00e4re und Familienangeh\u00f6rige auf den Weg gemacht. Die l\u00e4ngste Anreise d\u00fcrfte eine Pilgergruppe aus dem Saarland gehabt haben. Die \u201ePolizeiwallfahrer\u201c von der Saar waren schon Tage zuvor mit dem Fahrrad gestartet, um p\u00fcnktlich zu Prozessionsbeginn und bei sch\u00f6nstem Sonnenscheinwetter, in der S\u00fcdpfalz, auf der Landesgartenschau in Landau einzutreffen. Auch aus den anderen benachbarten Bundesl\u00e4nder waren Pilgerinnen und Pilger angereist. Den weitesten Weg d\u00fcrften allerdings Polizistinnen und Polizisten aus Sachsen zur\u00fcckgelegt haben. Patrick St\u00f6bener, seit Anfang des Monats Polizeiseelsorger im Bistum Speyer, begr\u00fc\u00dfte sie alle. <!--more--><\/p>\n<p>Die katholische und evangelische Kirche sind mit einem \u00f6kumenischen Kirchenpavillon auf der Landesgartenschau vertreten. Die letzte September-Woche stand unter dem Thema \u201eGerechtigkeit\u201c. Im Polizeiwallfahrtsgottesdienst griff St\u00f6bener das Thema auf, die \u00f6kumenische Feier stand unter der \u00dcberschrift \u201eGerechtigkeit bringt Frieden hervor\u201c.<\/p>\n<p>Mitgestaltet hatten den Gottesdienst Markus Reuter, Polizeiseelsorger im Bistum Mainz, Hubertus Kesselheim, Polizeiseelsorger im Bistum Trier, Pfarrer Peter Paul Gregor, Landespolizeidekan des Freistaates Sachsen, Pfarrer Breuer, der eigentlich Gef\u00e4ngnisseelsorger ist, aber schon viele Jahre die Radtruppe aus dem Saarland begleitet, Rudolph Renner, evangelischer Landespolizeipfarrer f\u00fcr das Saarland, und Mitglieder des \u00f6kumenischen Seelsorgebeirates der evangelischen Kirche der Pfalz und des Bistum Speyer.<\/p>\n<p>Gerade von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten werde gefordert, dass sie sich f\u00fcr Recht und Gerechtigkeit einsetzen. Das sei sicherlich nicht immer einfach, so St\u00f6bener. Was f\u00fcr den einen gerecht erscheine, bewerte ein anderer als ungerecht.<\/p>\n<p>St\u00f6bener r\u00fcckte in seiner Ansprache das Evangelium nach Matth\u00e4us in den Mittelpunkt, \u201e Amen, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Br\u00fcder getan habt, das habt ihr mir getan.\u201c (Mt. 25,31-46)<\/p>\n<p>Der Polizeiseelsorger zitierte hierzu aktuelle Schlagzeilen (Deutsche Wirtschaftsnachrichten): \u201eFl\u00fcchtlinge: Die Ausbeutung der Welt schl\u00e4gt im behaglichen Deutschland auf\u201c oder \u201ePl\u00fcnderung der Welt: Luxus f\u00fcr die Eliten, viel Elend f\u00fcr den Rest\u201c. Dass momentan in 31 L\u00e4ndern der Welt Krieg herrsche, spricht St\u00f6bener an. Und, wie sich abertausende Menschen auf den Weg machen, um aus ungerechten und lebensfeindlichen Verh\u00e4ltnissen zu fl\u00fcchten. Die Kriege betr\u00e4fen Deutschland. Gerade den Polizeibediensteten st\u00fcnden t\u00e4glich friedenssuchende Kriegsfl\u00fcchtlinge gegen\u00fcber. In diese Situation hinein spreche der Evangelientext, so St\u00f6bener.<\/p>\n<p>Der Gemeindereferent sprach den Polizeikr\u00e4ften seinen gr\u00f6\u00dften Respekt, Anerkennung und Dank f\u00fcr ihre Arbeit in diesen schwierigen Zeiten aus. Die Gesellschaft stehe vor einer gewaltigen Aufgabe, diesen Menschen, die aus katastrophalen, lebensbedrohenden Situationen geflohen sind, hier momentan Schutz und Hilfe zu bieten.<\/p>\n<p>In seiner Ansprache griff St\u00f6bener weiter die Enzyklika Laudato si\u2018 von Papst Franziskus auf. Darin wird beschrieben, was zu Ungerechtigkeit und Bedrohung der Erde und der auf ihr lebenden V\u00f6lker f\u00fchrt. Der Seelsorger appellierte an die Pilgerinnen und Pilger, ihre Lebensweise auf den Pr\u00fcfstand zu stellen und sich zu fragen, \u201eDient sie dem Leben aller Menschen auf diesem Planeten? Was kann ich, ich ganz pers\u00f6nlich, tun? Was kann ich f\u00fcr mehr Gerechtigkeit in der Welt beitragen?\u201c. Mit praktischen Beispielen und einer Fabel beendete er seine Ansprache.<\/p>\n<p><em>&#8222;Sag mir, was wiegt eine Schneeflocke&#8220; fragte die Tannenmeise die Wildtaube. &#8222;Nicht mehr als ein Nichts&#8220;, gab sie zur Antwort. &#8222;Dann muss ich Dir eine wunderbare Geschichte erz\u00e4hlen&#8220;, sagte die Meise. &#8222;Ich sa\u00df auf dem Ast einer Fichte, dicht am Stamm, als es zu schneien anfing; nicht etwa heftig im Sturmgebraus, nein, wie im Traum, lautlos und ohne Schwere. Da nichts Besseres zu tun war, z\u00e4hlte ich die Schneeflocken, die auf die Zweige und auf die Nadeln des Astes fielen und darauf h\u00e4ngenblieben. Genau dreimillionensiebenhundert-einundvierzigtausendneunhundertzweiundf\u00fcnfzig waren es.\u2028 Und als die dreimillionensiebenhunderteinundvierzigtausend-neunhundertdreiundf\u00fcnfzigste Flocke niederfiel, nicht mehr als ein Nichts, brach der Ast ab.&#8220; Damit flog die Meise davon.\u2028\u2028 Die Taube, seit Noahs Zeiten eine Spezialistin in dieser Frage, sagte zu sich nach kurzem Nachdenken: \u2028&#8220;Vielleicht fehlt nur eines einzelnen Menschen Stimme zum Frieden der Welt.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Die Wallfahrt endete am sp\u00e4ten Nachmittag mit einer Andacht. Bis dahin hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch ausreichend Gelegenheit \u201eGottes herrlich bunten Garten\u201c inmitten der Landesgartenschau in Landau und den dort gleichzeitig stattfindenden \u201eTag der Polizei\u201c zu erkunden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gemeinsame Beirat der Polizeiseelsorge im Bistum Speyer und in der evangelischen Kirche der Pfalz (protestantische Landeskirche) hat Ende September zur Wallfahrt nach Landau eingeladen. Etwa 130 Polizeibedienstete, ihre Familien, Freunde und Interessierte haben am Pilgermarsch auf dem Gel\u00e4nde der Landesgartenschau teilgenommen. 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