{"id":856,"date":"2018-03-31T17:30:32","date_gmt":"2018-03-31T16:30:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.polizeiseelsorge-speyer.de\/?p=856"},"modified":"2018-03-30T16:08:30","modified_gmt":"2018-03-30T15:08:30","slug":"wer-zuletzt-lacht-frohe-ostern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/?p=856","title":{"rendered":"Wer zuletzt lacht \u2026 frohe Ostern!"},"content":{"rendered":"<p>Kennen Sie Lachyoga? Wir haben davon das erste Mal w\u00e4hrend einer Tagung mit Polizistinnen und Polizisten geh\u00f6rt. Ein Beamter erz\u00e4hlte von seinen Lachyogakursen. Die Methode klingt eigentlich ganz einfach. Durch Dehn-, Klatsch- und Atem\u00fcbungen wird zun\u00e4chst ein k\u00fcnstliches Lachen erzeugt, das nach einer Weile in ein echtes Lachen \u00fcbergeht. \u201eFake it, until you make it\u201c, in etwa \u201eTu so als ob, bis es echt wird\u201c ist eine der Anweisungen in \u00dcbungsstunden.<\/p>\n<p>Lachen entspannt und befreit. Es l\u00f6st Verh\u00e4rtungen im Denken ebenso wie im K\u00f6rper. Deshalb wird es k\u00fcnstlich provoziert, damit wir den Ballast einfach ablachen k\u00f6nnen. \u201aDa w\u00fcrde ich mir ja ganz sch\u00f6n bl\u00f6d bei vorkommen. Ich mache mich doch nicht freiwillig zum Affen\u2018, mag jetzt der eine oder die andere von Ihnen denken. Das k\u00f6nnen wir gut nachempfinden. Als wir davon h\u00f6rten, haben wir uns auch erstmal skeptisch angeschaut.<\/p>\n<p>Aber mal im Ernst: Machen wir im Alltag nicht oft etwas ganz \u00e4hnliches wie beim Lachyoga? Nur umgekehrt? Eine Sorge l\u00f6st die andere ab. Oft schauen wir vor allem auf das, was uns fehlt und erachten als normal, was wir haben, anstatt uns daran zu freuen. Dar\u00fcber hinaus sehen und erleben Sie in Ihrem Beruf manches, was einen schon mal am Guten im Menschen zweifeln l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Trotzdem malen wir das Leben oft in dunkleren Farben als es ist. Denn leider ist es wissenschaftlich erwiesen, dass wir die schlechten Nachrichten in unserem Gehirn wesentlich besser und nachhaltiger abspeichern als die guten. Das h\u00e4ngt mit unserer Abstammung vom Affen ab. In der Wildnis mussten die ersten Menschen st\u00e4ndig auf Gefahren gefasst sein. Wer blau\u00e4ugig durch die Welt lief, wurde schnell vom S\u00e4belzahntiger gefressen oder bekam von der um Nahrung konkurrierenden Nachbarsippe eins \u00fcber die R\u00fcbe. Unsere Vorfahren hatten wenig zu lachen.<\/p>\n<p>Bei uns heute sieht das allerdings anders aus. Uns geht es materiell in der Regel ziemlich gut. In unseren Breiten ist auch die Furcht vor dem freilaufenden Tiger unbegr\u00fcndet. Und der andere schnappt uns im Alltag eher den Parkplatz weg, als uns zu bedrohen. Trotz der Situationen die uns \u00e4rgern oder Kummer machen, haben wir eine ganze Menge zu lachen. Trotzdem l\u00e4sst uns die Programmierung des Teils unseres Gehirns, der aus der Steinzeit stammt, immer noch oft in Habacht-Stellung verharren, statt der Situation durch ein entspanntes Lachen die Sch\u00e4rfe zu nehmen.<\/p>\n<p>Im Mittelalter entstand die Tradition des Osterlachens. Am Ostermorgen erz\u00e4hlte der Pfarrer Witze oder machte Bl\u00f6dsinn auf der Kanzel, um die Gemeinde zum Lachen zu bringen. Das war also ein \u00e4hnliches Prinzip wie beim Lachyoga. Durch einen absichtlich gesetzten Reiz wurde das Lachen der Gemeinde provoziert. Der Sinn dahinter aber geht tief. Denn am Ostermorgen wird der Tod ausgelacht. Die Auferstehung Christi zeigt, dass der Tod auf gewisse Weise machtlos geworden ist. Es gibt ein Leben nach dem Leben. Der Tod ist nur ein \u00dcbergang. Deshalb sind wir frei. Das letzte Wort hat das Leben! Diese Nachricht ist so gro\u00dfartig, dass wir glatt vor Ehrfurcht erstarren k\u00f6nnten. Da kommt das Osterlachen gerade recht, um diese Starre zu l\u00f6sen und freudig lachend miteinzustimmen: \u201eEr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!\u201c<\/p>\n<p>Mit herzlichen Gr\u00fc\u00dfen zum Osterfest,<br \/>\n Ihre Polizeiseelsorge<br \/>\n Anne Henning und Patrick St\u00f6bener<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kennen Sie Lachyoga?  &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-856","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-polizeiseelsorge"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/856","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=856"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/856\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":859,"href":"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/856\/revisions\/859"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=856"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=856"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.polizeiseelsorge-pfalz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=856"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}